In tiefer Anteilnahme und in enger Verbundenheit mit den Angehörigen nehmen wir Abschied von unserem geschätzten Freund und Kollegen. Sein Tod ist für uns ein schmerzlicher Verlust.

Unsere Anteilnahme

Simon war für uns mehr als nur ein Kollege – er war ein verlässlicher Partner, ein geduldiger Helfer und ein wahrer Gemeinschaftsbaumeister. In jeder Situation, ob fachlich oder persönlich, stand er anderen mit Rat und Tat zur Seite – oft ohne dass es mit seinen eigenen Projekten zu tun hatte. Seine Selbstlosigkeit und sein Wille, anderen zu helfen, waren für uns alle selbstverständlich.

Nach dem Wegfall vom BIS-Lehrstuhl an der Universität Leipzig übernahm Simon die IT-Infrastruktur der Arbeitsgruppe und baute sie aus, pflegte sie und sorgte dafür, dass alle Kolleginnen und Kollegen gut vernetzt und unterstützt waren. Ob Server, Netzwerke, Zugänge oder alltägliche technische Fragen – Simon war für uns alle der erste Ansprechpartner. Seine Präsenz hinter dem Bildschirm war so vertraut wie die eines Kollegen, der dir über die Schulter schaut, während du per SSH arbeitest – ein echter „Mr. Robot“ im Alltag. Er kümmerte sich geduldig und wie selbstverständlich um die Anliegen seiner Kolleginnen und Kollegen, ohne dass es ihm selbst etwas ausmachte, diese Zeit, neben seinen eigenen Projekten, aufzubringen.

Doch Simon war nicht nur ein technischer Experte – er war auch ein leidenschaftlicher Wissenschaftler und Forscher. Seit 2015 arbeitete er am Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. und war in mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich Semantic Web, Wissensgraphen und Datenintegration beteiligt. Zu seinen Projekten gehörten unter anderem QROWD und CoyPu. In den Forschungsgruppen Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW) und DICE (Paderborn) trug er maßgeblich zu Methoden zur Verarbeitung semantischer Daten und Knowledge Graphs sowie zu automatischen Verfahren für die Semantifizierung industrieller Daten und das maschinelle Lernen von Konzepten bei. Zuletzt arbeitete er am URZ der Universität Leipzig in der Abteilung Forschung und Entwicklung am Forschungsprojekt MobyDex. Seit seinem Einstieg am InfAI bildete er zusammen mit Lorenz Bühmann und Claus Stadler ein eingespieltes Team, welches das Büro, die Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen sowie Freuden gleichermaßen teilte. Seine Leidenschaft, sein Humor sowie seine herausragende Fachkompetenz und stets verlässliche Arbeitsweise werden uns allen fehlen.

Besonders wichtig war ihm der persönliche Austausch innerhalb der Forschungsgemeinschaft. Er nahm regelmäßig an internationalen Konferenzen wie der European Semantic Web Conference (ESWC) teil, wo er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aktuelle Forschungsergebnisse präsentierte und diskutierte. In diesem Rahmen war er unter anderem an Beiträgen wie „Getting practical with GeoSPARQL and Apache Jena“, „RPT/SANSA“ sowie „FAIR Data Publishing with Apache Maven“ beteiligt, die in verschiedenen Workshops vorgestellt wurden.

Auch im Arbeitsalltag war Simon ein geschätzter Kollege. Viele erinnern sich an die gemeinsamen Mittagspausen – oft ging er mit Kolleginnen und Kollegen in die Mensa, wo neben der Forschung auch persönliche Gespräche und gemeinsames Lachen ihren Platz hatten. Diese Momente des Austauschs und der Kollegialität werden uns ebenso fehlen wie seine fachlichen Beiträge.

Simon hat die Arbeitsgruppe mit seiner Präsenz, seinem Wissen und seiner menschlichen Wärme bereichert. Er war ein unverzichtbarer Teil der AKSW-Familie – und sein Verlust sitzt für uns alle tief.

Unsere Anteilnahme und unser Dank gehen an seine Familie und alle, die ihn liebten.

Um seine Familie zu unterstützen, wurde ein PayPal-MoneyPool eingerichtet, über den Kolleginnen und Kollegen sowie Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen spenden können.

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Kondolenzbekundungen

Vorstand und Geschäftsführung des Instituts für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. 09.03.2026 - 13:31 Uhr

Simon war für uns weit mehr als ein Kollege, er war ein herzliches, hilfsbereites und verlässliches Mitglied unserer InfAI‑Gemeinschaft. Mit seinem Wissen und seiner ruhigen Art hat er viele von uns inspiriert, oft auch in persönlichen Gesprächen, die über das rein Berufliche hinausgingen. Seine Präsenz hinterlässt eine Lücke, die kaum zu schließen sein wird. Unsere aufrichtige Anteilname und tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Die Erinnerung an Simon wird uns stets begleiten und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Im Namen des Vorstandes und der Geschäftsführung Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. Prof. André Ludwig Prof. Erhard Rahm Prof. Roland Fassauer Prof. Bogdan Franczyk Ingolf Römer Andreas Heinecke

Seebi 09.03.2026 - 14:22 Uhr

Simon hatte die besondere Gabe, Problemen wirklich tief auf den Grund gehen zu können. Selbst innerhalb unserer Nerd-Blase war er einer derjenigen, die den uneingeschränkten Respekt unserer Community genau wegen dieser Fähigkeit genossen. Ob als Deployment Engineer, Linux-Kernel-Hacker, Software Engineer oder Linked-Data-Experte – Simon konnte man zu vielen Themen befragen. Und man bekam nicht nur Antworten, sondern auch Hilfe, neue Perspektiven und ehrliche, durchdachte Meinungen. Simon wird uns sehr fehlen. Mein herzliches Beileid gilt Simons Familie. Ich wünsche euch alle Kraft der Welt, um diesen schweren Verlust zu überstehen. Dr. Sebastian Tramp CTO @ eccenca GmbH Vorstand @ AKSW e.V.

Ricardo Usbeck 09.03.2026 - 18:51 Uhr

Simon war der Linux-Gott für mich. Wenn ich nicht weiter wusste, wusste er es. Wenn irgendjemand ein Problem hatte oder einen Wunsch, dann dauerte es nicht mal eine Nachtschicht, und es war getan. Gemeinsam konnten wir zwischen 2013 und 2017 so viel neue Technik ausprobieren, erkunden und immer wieder gemeinsam lachen. Ich habe von ihm mehr über den Betrieb von Servern und Linux sowie das Herangehen an Fehler gelernt als in fünf Jahren Studium. Auch später in CoyPu zauberte er Services und Datenbanken mal eben so hin, die wir bis heute brauchen und betreiben! Aber nicht nur mit Maschinen, sondern auch im Umgang mit Menschen konnte man sein Talent sehen, auch das letzte bisschen Performance herauszukitzeln. Wir haben uns gemeinsam oft wissenschaftlich herausgefordert und weitergebracht. Ich höre ihn jetzt noch, wie er mich durch seine gut durchdachten Fragen zum Nachdenken antreibt, ob das auch wirklich so ist, und mich dadurch noch tiefer nachforschen lässt. In Gedanken bin ich bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kollegen. Du wirst mir fehlen, Simon. Prof. Dr. Ricardo Usbeck Künstliche Intelligenz und Erklärbarkeit, Leuphana Universität Lüneburg

Mohamed Sherif 10.03.2026 - 10:15 Uhr

Ich bin sehr traurig über die Nachricht von Simons Tod. Während unserer gemeinsamen Zeit in Leipzig und Paderborn war Simon für mich weit mehr als nur ein Kollege. Er war ein sehr herzlicher, hilfsbereiter und zugleich ruhiger Mensch, mit dem wissenschaftliche Gespräche immer bereichernd waren. Besonders geschätzt habe ich seine Fähigkeit, durch kluge und gut durchdachte Fragen zum Nachdenken anzuregen und Diskussionen auf eine tiefere Ebene zu bringen. Unsere fachlichen Gespräche haben mich oft motiviert, Dinge noch einmal genauer zu hinterfragen. Sehr in Erinnerung geblieben ist mir auch unser letztes Treffen bei der ESWC 2024 auf Kreta. Auf dem Weg zur Konferenz und zurück haben wir viel miteinander gesprochen. Besonders bewegt hat mich, wie warm und mit wie viel Stolz er von seiner Familie erzählt hat. Simon wird uns sowohl als Wissenschaftler als auch als Mensch sehr fehlen. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen Kolleginnen und Kollegen, die ihn kannten. Sein Andenken wird uns in Erinnerung bleiben. Dr. rer. nat. Mohamed Ahmed Sherif Postdoktorand und Leiter Data Integration, Data Science Group, Heinz Nixdorf Institut, Universität Paderborn

Felix 10.03.2026 - 11:30 Uhr

Danke für deine nette, offene Art und stete Hilfsbereitschaft. Es war eine besondere Ehre, dich gekannt zu haben. Du wirst uns fehlen! Felix

Michael Röder 10.03.2026 - 13:39 Uhr

Ich durfte Simon als einen sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen kennenlernen. So hat er beispielsweise auch nach dem Umzug unserer Arbeitsgruppe nach Paderborn immer gern geholfen – sowohl wenn es um die Leipziger Server ging, als auch wenn ich wieder einmal mit meinem (sehr begrenzten) Linuxwissen an Grenzen kam und Hilfe brauchte. In tiefer Anteilnahme denke ich an seine Familie und wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Zeit. Dr. rer. nat. Michael Röder Nachwuchsguppenleiter Interpretable Data Processing, Data Science Group, Heinz Nixdorf Institut, Universität Paderborn

Patrick Westphal 10.03.2026 - 13:54 Uhr

Der Neue im Team und im Büro: SuSE? emacs? Perl? Anderes Ende der Welt! Aber definitiv niemand, dem man freie Software, offene Standards oder “Use the force — read the source” erklären müsste. Und er war auch verliebt in XMPP. OK, Freundschaft! Durch die Zusammenarbeit in unserem kleinen DL-Learner-Core-Developers-Team war er einer der wenigen und wichtigen Menschen, mit denen ich über Jahre hinweg in einem tiefgründigen fachlichen wie privaten Austausch stand. Hier hat sich für mich schließlich herausgestellt, wie wertvoll seine komplementären Sichtweisen “vom anderen Ende der Welt” für ein konstruktives Schaffen sind. Wir sind später Teil der AKSW Infrastructure Group geworden (oder hatten wir die sogar gegründet?) in der sich Simon durch sein enormes Fachwissen und vor allem seine Verlässlichkeit über die folgenden Jahre hinweg unverzichtbar gemacht hatte. Als wir im QROWD-Projekt, auf uns allein gestellt, enorm unter Druck gerieten, hatte Simon die Rochade mit Claus gewagt, um ihn vor allem aus der verbalen Schusslinie zu nehmen. Für all das, was Simon dann beim folgenden Projekttreffen in Berlin von der Projektkoordinatorin abbekommen hatte, wollte ich mich entschuldigen, aber er hatte nur breit gelacht und sagte, dass das alles halb so wild und Teil des Spiels sei. Danke! Nach dem letzten QROWD-Konsortialtreffen in London, bevor sich unsere Rückwege nach Leipzig und Dresden trennten, hatten wir uns umarmt und breit grinsend in die Augen geschaut: Das Projekt ist überstanden! Wir sind frei! Zeit, sich um unsere Promotionsvorhaben zu kümmern. Nachdem wir im Zuge von viel Projektarbeit zeitweise kaum Kontakt hatten, war es für mich eine große Freude, zum CoyPu-Projekt zu stoßen. Die alte Bürobesetzung war wieder da: Lorenz, Claus und Simon. Und CoyPu-Konsortialtreffen wurden zu einer Art Klassentreffen. Ich erinnere mich hier vor allem an die längeren Gespräche, die wir in München geführt haben. Die kurze Stille nach CoyPu dauerte bis zu Simons ehrlicher Antwort auf die Frage “Hey, wie geht’s?”, woraufhin ich gelähmt vor dem Slack-Fenster saß und nicht wusste, was ich daraufhin schreiben sollte. Dass die Geschichte hier endet, ist wirklich schwer begreiflich. Ich möchte Simons Familie mein aufrichtiges Beileid aussprechen und wünsche ihr in dieser schweren Zeit viel Kraft! Du wirst mir fehlen, Simon! Patrick